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fertig aufgebaut

Neue Wege ...

zum Traumfisch!

Hunting Carp Team, 10.12.07

Void
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Ein wunderschöner Oktobertag. Sonne satt und eine leichte Brise aus Süd-West. Die Gänse sammeln sich zum Abflug in den Süden – die Ruten liegen an ihrem Platz – die Fallen sind gestellt - gibt es etwas schöneres?

Winkend und mit einem Lächeln im Gesicht wünschen wir dem vorbeifahrenden Boot und seinem Insassen einen wunderschönen Tag!
Das Boot verliert abrupt an Fahrt. Ein böser, böser Blick und dann der Zuruf auf den wir insgeheim gewartet
haben: „ Zelten ist dort verboten – das wisst ihr ja wohl, oder?“
Freundlich entgegnen wir: „Wir zelten doch gar nicht - wir betreten doch nicht mal das Ufer.“

Gift und Galle spuckend setzt der Mann seine Fahrt Richtung 44er Hecht ("... der ist gut für die Pfanne!") fort.





Rückblende.

In diesem Bericht ist die Rede von einem Gewässer, an dem unsere geliebten Angelkollegen wirklich alles
daran gesetzt haben explizit Karpfenangler von den wenigen Angelstellen über die der See verfügt ein für alle
Mal weg zu bekommen.



Mein Launepegel tendiert insofern gegen Null, als das es sich hier um Angler handelt deren Zielfisch der
Karpfen ganz und gar nicht ist. Trotzdem scheinen einige von derart niederen Instinkten geleitet und über alle
Maßen egoistisch zu sein, dass sie das Gewässer, aus welchen Gründen auch immer, für sich ganz allein
beanspruchen. Um dieses Ziel ohne große Umwege zu erreichen, wurden kurzerhand vernichtende und von
oberster Ebene abgesegnete Paragraphen in der Gewässerordnung verankert - alles unter dem Deckmantel
des Naturschutzes - welcher selbstverständlich auch aus unserer Sicht in einem gesunden Rahmen seine
Berechtigung hat.

Aktion – Reaktion, Gewalt erzeugt Gegengewalt oder wie du mir – so ich dir – Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Wie auch immer – dieser Willkür musste Einhalt geboten werden – und das mit dem Anspruch an Gesetzestreue.

Unser Plan war einen Weg zu finden das Gesetz nicht zu verletzen und doch an diesem Gewässer weiterhin
unseren gebartelten Freunden nachzustellen.
Wenn man das Land nicht betreten darf bleibt nur das fischen vom Boot. Jeder der diese Art des Fischens
schon einmal ausprobiert hat weiß, wie kompliziert sich diese Geschichte in der Praxis darstellt.
Das gesamte Tackle inklusive der Pods auf einem gängigen Boot unterzubringen ohne Probleme den Drill
und das landen des Fisches stessfrei zu überstehen, ist eine Sache für sich.

Ein schwimmender Steg – ein Ponton schien die Lösung zu sein – scheiterte letztlich aber an Kosten und
Mobilität die die Sache verlangt.

Wie also ein schwimmfähiges Gefährt herbeizaubern, das den Platz und die nötige Sicherheit mitbringt, um
ein paar Tage dem geliebten Hobby zu frönen?

Die Lösung war ein Rettungsflos.


   

Kurzerhand beschafften wir uns eine ausgemusterte Rettungsinsel die für 12 Personen ausgelegt war.
Alle Aufbauten entfernt, stellten wir ein Viper in Selbige, spannten einen Überwurf für das
Zwei Mann – Modell darüber und waren überrascht, wie gut alles passte.
   

      
     
Zwei stattliche Anker sollten die Sache am Platz halten – das Tackle wurde in einem Beiboot verstaut.

Flache Uferbereiche bieten die Möglichkeit die Pods im Wasser zu stellen und für etwaige Fragen Behörde, war
die Papptoilette von Globetrotter im Gepäck.

Geschlafen wurde auf Luftmatratzen – gekocht wurde auf dem Packboot.

Wir hatten es geschafft – der Missgunst getrotzt – die Unbequemlichkeit in Kauf genommen.

Einen Weg gefunden, nicht nur die Bestimmungen vor Ort zu umgehen sondern vielmehr, und das wurde uns
erst später bewusst, auch für die Zukunft und an fast jedem Gewässer näher am Fisch zu sein.
Denn nichts ist im Hinblick und auf lange Sicht uneffektiver als der Platz der von vielen befischt wird. An dem Kilos von Boilies veschiedenster Sorten übereinander liegen, die Fische unzählige Mal gehakt wurden und nie Ruhe einkehrt.

Mit dieser Art zu fischen eröffnen sich Perspektiven Bereiche zu beangeln, die man auch mit der größten
Schnurkapazität und dem fünften Umlenker nie erreichen würde.



Der Fisch – der Ausnahmefisch, wird in Bereichen zu finden sein die fernab der Dauereinschlägen von
120 Gramm-Bleien und Boilieteppichen liegen.

Es gilt Bereiche zu finden, die über eine entsprechende Menge an natürlicher Nahrung verfügen und aus
Gründen des Platzmangels nie oder wenig befischt wurden.

Dort wird man auf kurz oder lang, eher kurz, seinen Traumfisch in die Maschen führen – garantiert!

Nachmachen, Spaß und Erfolg haben!